Beizen verschiedener Metalle

Beizen dient zum Schutz von metallischen Oberflächen.

Die elektrolytische Beizverfahren wurden entwickelt, um gewisse Nachteile der chemischen Beizverfahren auszuschalten.
Die Elektrolytischen Verfahren unterteilen sich in: anodisches Beizen, katodisches Beizen, Beizen mit wechselnder Polung, Beizen mit Wechselstrom, Beizen nach dem Mittelleitverfahren, Beizen und Schutz der gebeizten Oberfläche von weiterer Beizenwirkung durch mit abgeschiedene Metalle, Beizen in schmelzflüssigen Alkalisalzen.

 

Beizen verschiedener Metalle


Beizen von korrosionsbeständigen Stählen


Da unter Korrosionsbeständigkeit auch die Widerstandsfähigkeit gegen den Angriff durch Säuren und Säuregemische zu verstehen ist, sind korrosionsbeständige Stähle vorwiegend durch Legierungen von Chrom und Nickel und im geringeren Maß durch Beimischungen von Mangan, Molybdän, Silizium und Kohlenstoff zwecks Erziehung bestimmter Eigenschaften gekennzeichnet. Derartig legierte Stähle, die eine gewisse Säurebeständigkeit aufweisen sollen, lassen sich nicht mit den üblichen für die Eisenwerkstoffe genannten Beizlösungen entzundern, sondern die Säureart, Konzentration und Zusammensetzung müssen der jeweiligen Legierung angepasst werden.

Beizen von Blei


Blei und Bleilegierungen werden meist nur als Vorbehandlung für einen elektrolytischen Metallniederschlag gebeizt. Man benützt hierfür Salpetersäure, konzentriert oder in einer Verdünung 1:1.

Beizen von Zink


Durch die leichte Löslichkeit von Zink in Mineralsäuren kann das Beizen nur in verdünnten Säuren durchgeführt werden. Meist verwendet man verdünnte Salz- oder Schwefelsäure oder eine schwache Lösung von Flußsäure. Für gewieße Zwecke ist auch kozentrierte Salpetersäure anwendbar.

Beizen von Zinn- und Zinnlegierungen (Britanniametall)


Zinn wird entweder in stark verdünnter Salzsäure oder schwacher Salpetersäure gebeizt.Zinnlegierungen, wie Britanniametall, beizt man in mit Salpetersäure angesäuertem Wasser oder in speziell vorbereiteten Cyankaliumlösung.

Beizen von Aluminium und Aluminiumlegierungen


Zur Beseitigung von Walz- oder Gußhaut sowie dünner Oxydschichten wird Aluminium auf chemischem Wege gebeizt. Da das Hydroxyd des Aluminiums in Säuren, wie auch in Alkalien löslich zu sein. Infolgedessen können Aluminium und seine Legierugnen nach Belieben in Säuren oder in alkalischen Lösungen gebeizt werden. Um eine gleichmäßige Abtragung der Aluminiumoberfläche und damit ein gleichmäßig schönes Aussehen zu erreichen, müssen die Werkstücke vor dem Beizen von Ölen, Fetten und ähnlichen Verunreinigungen befreit werden.

Beizen von Magnesium und Magnesiumlegierungen


Magnesium und seine Legierungen nehmen infolge ihrer Leichtigkeit, verbunden mit einer beträchtlichen mechanischen Festigkeit und leichter Verspannbarkeit, als Konstruktionsmetall eine besondere Stellung ein.

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