Welche Schleifmittel und wieviel Arbeitsgänge zur Bearbeitung eines Gegenständes gewählt werden müssen, richtet sich nach der Härte und der Oberflächenbeschaffenheit des Grundmetalls, der Form des Gegenstandes und den zulässigen Bearbeitungskosten. Man unterscheidet gewönlich folgende Arbeitsgänge:
Der Grobschliff "Feuern" erfolgt meistens trocken, nachdem der beschmirgelte Umfang der Scheibe vorbereitet und gefettet worden ist.
Für den Feinschliff benutzt man Filzscheiben, die mit geschlämmtem Schmirgel bestimmter Körnigkeit beleimt werden.
Für das Bürsten mit Schmirgelbrei dienen Rundbürsten aus Fiber oder Perlonfaser.
Zum Vorpolieren verwendet man genähte Scheiben aus Köper, Nessel oder sonstigen härteren Stoffen.
Zum Hochglanzpolieren eignen sich Scheiben aus weichem Filz, Nessel, Köper, Barchent, Flanell, Sämisch-Leder oder Naturseide. Die zu wählende Stoffart richtet sich nach der Härte des Metalles bzw. galvanischen Niederschlages.
Hochglanzmassen werden in den verschiedensten Zusammensetzungen sowohl in bezug auf Griffigkeit als auch Fettmischung hergestellt.
Zum Nachglänzen werden meistens kleine, lose scheiben aus Barchent oder Flanell benutzt, an die Wiener Kalk in Stücken, Polierkreide oder Marmormehl angedrückt wird. Der vom Polieren herrührende Schleier sowie Poliermassenrest werden hierbei entfernt, und die Gegenstände erhalten einen hervorragenden Glanz.
Hohlräume, Vertiefungen, Ecken von Formen usw. lassen sich mit den normalen Schleif- und Polierscheiben nicht bearbeiten. Hierfür werden kleine Filzkegel, Kopfschwabbeln usw. verwendet. Die Filzkegel lassen sich für Schleifzwecke ebenso wie Filzscheiben mit Schmirgel Beleimen.
Die Technologie des Schleifens, Bürstens und Polierens wird hier nicht näher erläutert, da es den Rahmen dieser Website sprengen würde.
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